Rund um die Verhütung
Vielleicht ist es der Wunsch nach Empfängnisverhütung der Dich hierher oder in unsere Praxis führt.
Verhütungsmittel sollen vor ungewollter Schwangerschaft und gleichzeitig vor ansteckenden Krankheiten schützen. Es gibt mittlerweile eine ganze Palette an Methoden, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Alter, Sicherheit, Familienplanung, Religion u.a. können die Entscheidung für ein geeignetes Verhütungsmittel zusätzlich beeinflussen.
Generell unterscheidet man zwischen mechanischer (z.B
Kondom), hormoneller (z.B
Pille), chemischer (z.B Gele) und natürlicher (z.B Temperaturmethode) Verhütung. Zur Erhöhung der Sicherheit werden oft verschiedene Methoden miteinander kombiniert. Einen Hinweis auf die Sicherheit eines Verhütungsmittels hinsichtlich ungewollter Schwangerschaft gibt der sogenannte
Pearl-Index.
Zum Beispiel die Pille
Als schwangerschaftsverhütende Methode hat sich auch für junge Mädchen die Pille bewährt. Sie gilt als die sicherste Verhütungsmethode, wird von den meisten Jugendlichen bevorzugt und größtenteils gut vertragen.
Befürchtungen, dass sich die Pille nachteilig auf eine spätere Schwangerschaftsentstehung auswirken könnte sind nicht berechtigt. Selbst Frauen, die über Jahre hinweg kontinuierlich hormonell verhütet haben, können bereits im ersten Zyklus nach Absetzen des Mittels schwanger werden.
Eines muss man jedoch immer bedenken: Keine Verhütungsmethode garantiert 100%igen Schutz vor Schwangerschaft, Infektionskrankheiten oder AIDS!
Im Folgenden möchten wir Dir einen Überblick über gängige Methoden geben. Dabei unterscheiden wir zwischen hormonellen, also über das Blut wirksamen Verhütungsmethoden und solchen, die lokal wirksam sind.
Die Verhütungsmethoden mit ihren Vor- und Nachteilen sind natürlich zentrales Thema in unserer Teenagersprechstunde. Also lass Dich beraten!
Hormonelle Verhütungsmethoden
- Antibabypille
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Kombinationspräparat aus Östrogen und Gelbkörperhormon mit guter Zykluskontrolle und günstigem kosmetischem Effekt auf die Haut. Für Frauen jeden Alters ohne besondere Risikofaktoren geeignet. - Verhütungsring
- Kunststoffring, der alle vier Wochen in die Scheide eingeführt wird und dort drei Wochen verbleibt. Wirkt wie eine niedrig dosierte Pille.
- Verhütungspflaster
- Pflaster, das einmal wöchentlich für insgesamt drei Wochen z.B. an den Oberarm oder ans Gesäß geklebt wird. Wirkt wie eine niedrig dosierte Pille.
- Minipille
- Niedrig dosierte Gelbkörperhormonpille, die auch in der Stillzeit und bei Risikopatientinnen (z.B. bei Übergewicht, Bluthochdruck, Raucherinnen, Migränepatientinnen) geeignet ist. Keine Zykluskontrolle, oftmals sind die Frauen über lange Zeit blutungsfrei.
- Verhütungsstäbchen
- Wirkt wie die Minipille. Wird unter die Haut des Oberarms gelegt und kann dort drei Jahre verbleiben. Sehr hohe Verhütungssicherheit.
- 3-Monatsspritze
- Wirkt ebenfalls wie die Minipille. Das Gelbkörperhormon wird alle drei Monate in die Gesäßmuskulatur gespritzt (Risiko Bluterguss oder Spritzenabszess).
Lokale Verhütungsmethoden
- Intrauterinsystem (Hormonspirale)
- Ein kleiner Kunststoffträger mit Gelbkörperhormon wird während der Periode oder einige Wochen nach der Entbindung in die Gebärmutter eingelegt und kann dort fünf Jahre verbleiben. Für alle Frauen geeignet, besonders für Frauen mit starker und schmerzhafter Periode. Sehr hohe Verhütungssicherheit.
- Kupferspirale
- Verhütungsspirale mit dem Wirkstoff Kupfer. Liegedauer 3 Jahre. Sehr häufig stärkere und schmerzhaftere Perioden. Gute Verhütungssicherheit.
Mechanische Verhütungsmethoden
- Kondom
wird über das männliche Glied gezogen. Das Ejakulat gerät dadurch nicht in die Scheide. Sehr hohe Verhütungssicherheit bei richtiger Anwendung und bester Schutz gegen AIDS.
