Nackenfaltenmessung

Die Nackenfaltenmessung ist eine Untersuchungsmethode mit Ultraschall, bei der die Dicke der Haut an der Nackenfalte des ungeborenen Kindes gemessen wird. Dies ermöglicht dem Arzt beim heranwachsenden Embryo (12. – 14. Schwangerschaftswoche) eine mögliche Chromosomenanomalie festzustellen.

Was ist eine Nackenfalte?

Es handelt sich hierbei um einen mit Flüssigkeit gefüllten Bereich im Nacken des Feten. Die Nackenfalte misst bei gesunden Kindern z.B. in der 12. Schwangerschaftswoche etwa 1,2 mm. Eine deutlich dickere Hautschicht im Nackenfaltenbereich kann auf eine Entwicklungsstörung wie z.B. eine Trisomie 21 (Morbus Down, Down-Syndrom, früher auch Mongoloismus) hinweisen, aber auch Hinweis sein für andere Chromosomenstörungen, für Herzfehler und eine Reihe anderer Erkrankungen.

Nur ein Hinweis, keine Diagnose

Allerdings gibt es auch eine natürliche Schwankungsbreite, so dass bei einer verdickten Nackenfalte nicht immer sofort davon ausgegangen werden muß, dass das Kind behindert sein wird. Diese Verdickungen können auch wieder verschwinden im Laufe der weiteren Entwicklung des Kindes. Daher sind bei Verdacht mehrere Untersuchungen notwendig.

Die Nackenfaltenmessung ist keine reine diagnostische Methode. Sie ist lediglich bei vergrößerter Nackenfalte ein Grund für eine weiterführende Diagnostik, wie z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung.

Erststrimester-Screening

Ziel des Ersttrimester-Screenings (in der 12. – 14. Schwangerschaftswoche) ist die frühe und individuelle Risikoabschätzung für Morbus Down. Dazu wird die sonographische Nackenfaltenmessung des Feten mit einer Blutanalyse der Mutter kombiniert und daraus das Risiko für eine Trisomie 21 berechnet. Die Erkennungsrate liegt bei etwa 90%.

Wenn Sie genauere Informationen über diese spezielle Untersuchung wünschen, lassen Sie sich von unseren Ärzten individuell beraten.